Das Turmmuseum
im Torturm
Als der Heimatgedanke in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts immer mehr in den Vordergrund rückte, war es auch in Winnenden der Wunsch, ein Heimatmuseum einzurichten.
Im Jahre 1938 haben Bürgermeister Huber und Stadtbaumeister Schlecht in den beiden untersten Gelassen des Turmes all das zusammengetragen, was bisher im Diebsturm an „Altertümern“ lagerte. Der Kreisarchivar Rummel hat die Gegenstände geordnet und beschriftet. Der jeweilige Türmer führte die Besucher durch die Räume.
Im Jahre 1945 marschierten die Amerikaner in Winnenden ein, und die Sammlung wurde auch geplündert. Bürgermeister Schwab und Stadtpfleger Seiz haben im Jahre 1950 nochmals den Versuch gemacht, das kleine Heimatmuseum wieder zu neuem Leben zu erwecken. Als der letzte Türmer 1971 auszog, kümmerte sich niemand mehr darum.
Eberhard und Anneliese Schauer haben 1975 begonnen, drei Stockwerke des Turms zu renovieren und die Gegenstände herzurichten. Die „Historischen Turmstuben“ konnten nach dreijähriger Einrichtungszeit völlig neu gestaltet im September 1978 eröffnet werden. Im Jahre 1981 wurden nach der Renovierung des 4. Geschosses noch zwei weitere Ausstellungsräume eingerichtet.